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Ärztestreik: Hohe Streikbereitschaft - Ergebnis der Urabstimmung
25.06.2006 - 16:12 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Ärztestreik: Hohe Streikbereitschaft - Ergebnis der Urabstimmung "Das wichtigste ist ein eigener Tarifvertrag"

Hohe Streikbereitschaft der Ärzte an kommunalen Kliniken / Ergebnis der Urabstimmung am Samstag

KÖLN/POTSDAM (akr/ami/chb). Streikbereite Ärzte an kommunalen Kliniken benötigen in den nächsten Wochen ein dickes Fell, denn sie sehen sich von vielen Seiten harscher Kritik ausgesetzt. Doch wer sich in den Kliniken umhört, der merkt schnell, die Ärzte wollen unbedingt einen eigenen Tarifvertrag.

Das Telefon von Oberarzt Michael Krakau klingelt zur Zeit ständig. Dutzende Kollegen informieren sich beim Vertrauensmann des Marburger Bundes (MB) an den Städtischen Kliniken Köln am Standort Holweide über den Stand der Vorbereitungen für den Arbeitskampf. "Die Kollegen wollen wissen, wann sie endlich streiken dürfen", sagt Krakau.

Viele hätten gerne die Uniärzte bei ihren Streiks unterstützt
Unter den Ärzten der Städtischen Kliniken in Köln brodelt es, die Streikbereitschaft ist hoch. Die Urabstimmung über den Arbeitskampf der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern ist das Gesprächsthema. Die Ärzte diskutieren über den Tarifabschluß an den Unikliniken und bereiten Aktionen vor. "Viele hätten gerne den Streik der Kollegen an den Unikliniken unterstützt", berichtet Krakau.

Schon im Dezember wollten die Ärzte in den Ausstand treten, wurden aber vom Landgericht Köln buchstäblich in letzter Minute daran gehindert. Die Richter erklärten den seinerzeit vorbereiteten Ausstand mit dem Argument für rechtswidrig, es bestehe Friedenspflicht (wir berichteten).

In den 90 kommunalen Kliniken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stehen keine Urnen für die Urabstimmung. Der MB läßt die Ärzte per Postkarte über den Streik abstimmen. Die Karte ist der MB-Zeitung beigelegt. Krakau ist davon überzeugt, daß sich eine überwältigende Mehrheit der Mediziner für den Streik ausspricht.

"Das wichtigste ist, daß wir einen eigenen Tarifvertrag bekommen", sagt er. "Es geht nicht, daß Leute über unsere Arbeitsbedingungen reden, die davon keine Ahnung haben." Außerdem fordern die Mediziner eine bessere Bezahlung.

Die Klinikärzte sind empört, daß die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände sich in den Verhandlungen nicht bewege, sagt Professor Reinhard Griebenow, MB-Vertrauensmann am Standort Merheim der Städtischen Kliniken Köln. Er und seine Kollegen sind auf den Arbeitskampf bestens eingestellt. "Wir haben ja schon einmal in den Startlöchern für einen Streik gesessen", sagt Griebenow. "Das müssen wir jetzt nur reaktivieren."

Kampfbereit sind die Ärzte auch an den Städtischen Kliniken Dortmund.
Das Krankenhaus ist mit 1700 Betten und 452 Ärzten die größte kommunale Klinik in NRW und die zweitgrößte bundesweit. "Unsere Forderungen werden von Ärzten auf allen Hierachie-Ebenen getragen", sagt ein MB-Mitglied. Anders als noch im Dezember seien die Streikvorbereitungen an den kommunalen Kliniken heute in der Öffentlichkeit sehr präsent. "Das ist ein Riesenvorteil."

Ärzte fordern, daß neue Kollegen eingestellt werden.
Auch Dr. Ute Jahn, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie am städtischen Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, geht davon aus, daß die meisten Kollegen für einen Streik stimmen. Jahn: "Meines Erachtens haben die Ärzte im TVöD eine zu geringe Grundvergütung."

Ärgerlich findet die Ärztin, daß die neuen Arbeitszeitregeln - die sie prinzipiell begrüßt - stellenneutral umgesetzt werden. "Die Arbeit wird dadurch noch komprimierter als sie ohnehin schon ist. Wir brauchen einfach mehr Kollegen, damit die Qualität in der Patientenversorgung aufrecht erhalten werden kann", fordert Jahn.

Quelle: äzrtezeitung
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Birgit Dreiskemper
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